Erich Hirschfeld, Lars Schünke
Aus einem Referat zum zehnjährigen Bestehen einer Tagesgruppe in der Evangelischen Stiftung Gotteshütte entstand eine aus der Praxis entwickelte Langzeitbetrachtung zur Indikation von Kindern und Jugendlichen (im Alter von drei bis sechs Jahren im Kindergarten, sechs bis elf Jahren im Primarbereich und elf bis 16 Jahren in der Sekundarstufe I), die mit Verhaltenssymptomen in die Hilfeform Tagesgruppe nach § 32 SGB VIII aufgenommen wurden.
Untersucht wurde eine Population von insgesamt 315 Mädchen und Jungen aus acht verschiedenen Maßnahmeträgern in Nordrhein-Westfalen und dem angrenzenden Niedersachsen.
Gerade die Elternarbeit und stetige Einbeziehung des nahen Umfelds ermöglicht ein Gesunden des ganzen Systems über die Zeit, sodass Konfliktbearbeitung inklusive Gesprächsgestaltung
und Perspektivwechsel sukzessive eingeübt werden können, wie es diese Langzeitbetrachtung
zeigt.
Dass dieser Einsatz sich lohnt, zeigt sich, wenn junge Menschen und ihre Eltern sich über die Zeit gleichermaßen wertschätzend gesehen und gehört fühlen, ihre Nöte ernstgenommen werden sowie mögliche Lösungen Symptome obsolet werden lassen, sodass eine Hilfe zur Selbsthilfe Chancen erhält.