2025

Cover Heft Nr.TPJ 49, Jahrgang 2025, 172 Seiten Ganztag.Gemeinsam.Gestalten - Aspekte gelingender Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule in der Umsetzung des Rechtsanspruches auf Ganztagsbetreuung
TPJ 49, Jahrgang 2025
172 Seiten

Ganztag.Gemeinsam.Gestalten - Aspekte gelingender Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule in der Umsetzung des Rechtsanspruches auf Ganztagsbetreuung

Carola Sari Hahne, Carola Schaper (Hrsg.)


16,00 €
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Ab August 2026 wird in Deutschland bis zum Schuljahr 2029/2030 sukzessive ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern eingeführt. Das bedeutet, die Kinder haben an fünf Wochentagen täglich acht Stunden Unterrichtszeit, auch während der Ferienzeiten. Schaut man sich die Situation in einzelnen Bundesländern genauer an, wird deutlich, wie unterschiedlich die Umsetzung geplant wird:
In den ostdeutschen Bundesländern nehmen 83 Prozent der Grundschulkinder ein Ganztagsangebot wahr. In Baden-Württemberg sollen Strukturen in Kitas und Schulen erweitert werden. Berlin baut bestehende Ganztagsangebote aus. Zusammenfassend ist eine überwiegende Erarbeitung der Rahmenbedingungen in den Ländern der Ganztagsbetreuung zu verzeichnen.
Insgesamt besuchen bundesweit rund 1,8 Millionen Kinder im Grundschulalter eine Ganztagsschule oder Tageseinrichtung. Im Schuljahr 2023/2024 gab es rund drei Millionen junge Menschen an Grundschulen. Schätzungen gehen davon aus, dass in Grundschulen rund 2,35 Millionen Ganztagsplätze benötigt werden.

Angesichts der Bedeutung der ganztägigen Bildung und Betreuung greift diese "Theorie und Praxis der Jugendhilfe" die Eckpunkte, Konzepte und Berichte aus der Praxis auf. Grundlegende Daten zur Beschreibung der aktuellen Angebotslandschaft und zum Platzbedarf werden dargestellt. 


Kinder, die in den Mittelpunkt der Ganztagsbetreuung gestellt werden, sind Lernende und Personen in Entwicklung. Die Betreuung in ihrer Multifunktionalität unter Beachtung von Kinderrechten, Partizipation und Schutz bedarf Qualitätsstandards, um über eine Aneinanderreihung von unterschiedlichen Angeboten hinauszukommen. Dies setzt entsprechende Fachkräfte voraus und Multiprofessionalität muss durch die Qualität als durchgehendes Merkmal der Arbeit Standards setzen. Es geht also nicht primär nur um den quantitativen Zuwachs, sondern um die Qualität der Entwicklung der Ganztagsbetreuung. 

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