Projektlaufzeit 2026 bis 2031
Auf einen Blick
Thema
Stärkung der Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Familien in einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe.
Ziel
Reflexion des Umsetzungsstandes des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG) und Entwicklung praxisnaher Ansätze für inklusive Beteiligung.
Worum geht es im Projekt?
Die Kinder- und Jugendhilfe befindet sich in einem grundlegenden Veränderungsprozess hin zu einem inklusiven Hilfesystem, in dem alle jungen Menschen – mit und ohne Behinderung – gleichberechtigt Unterstützung erhalten. Dabei spielt die Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien eine zentrale Rolle.
Mit dem Projekt „Inklusion jetzt! Erst Recht!“ setzen sich BVkE und EREV gemeinsam für die Weiterentwicklung einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe ein. Auch wenn die gesetzliche Ausgestaltung noch nicht abgeschlossen ist, gilt: Junge Menschen und ihre Familien haben ein Recht auf Teilhabe – dieses Recht gilt es, gemeinsam zur Anwendung zu bringen. Genau hier setzt das Projekt an.
Ziel ist es, die Lebenssituation von jungen Menschen mit und ohne Behinderung in (teil-)stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe nachhaltig zu verbessern, Teilhabe zu stärken und Selbstbestimmung zu fördern. Als ein zentrales Element gelingender und wirksamer Hilfen fokussiert das Projekt Beteiligung. Im Fokus stehen dabei zwei zentrale Handlungsfelder: zum einen die Weiterentwicklung inklusiver Beteiligungskonzepte und Strukturen in den teilnehmenden Einrichtungen. Zum anderen die Entwicklung einer integrierten Hilfe- und Leistungsplanung, die beide Systeme – Kinder- und Jugendhilfe und Eingliederungshilfe – zusammenführt.
Bundesweit wird das Projekt an 20 Standorten umgesetzt. Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, der Eingliederungshilfe sowie Jugendämter arbeiten dabei gemeinsam an praxisnahen Lösungen. Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachkräfte werden aktiv einbezogen – etwa durch Workshops, Befragungen und gemeinsame Entwicklungsprozesse.
Hintergrund
Mit der UN-Behindertenrechtskonvention sowie der Reform des SGB VIII durch das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) wurde Inklusion als Leitprinzip der Kinder- und Jugendhilfe gestärkt. Gleichzeitig wurde das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Beteiligung weiter konkretisiert.
In der Praxis wurden in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Ansätze entwickelt, um Inklusion in der Kinder- und Jugendhilfe umzusetzen. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen aus Praxis und Fachpolitik, dass die Weiterentwicklung inklusiver Beteiligungsstrukturen weiterhin eine zentrale Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe bleibt.
Ziele des Projekts
Das Projekt verfolgt insbesondere folgende Ziele:
- Reflexion des aktuellen Umsetzungsstandes des KJSG im Bereich Beteiligung
- Entwicklung inklusiver Beteiligungskonzepte für Einrichtungen und Dienste der Kinder- und Jugendhilfe
- Stärkung der Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien
- Erarbeitung praxisnaher Impulse und Handlungsempfehlungen für Fachkräfte und Träger
- Zentrale Themen und Arbeitsschwerpunkte
Im Projekt werden zentrale Fragen der inklusiven Kinder- und Jugendhilfe aufgegriffen, insbesondere:
- Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Familien im Hilfeprozess
- Beteiligungsstrukturen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
- Beschwerdeverfahren und Selbstvertretung junger Menschen
- Berücksichtigung der Perspektiven von jungen Menschen mit Behinderung
- Entwicklung und Erprobung inklusiver Beteiligungskonzepte
Zielgruppen
Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung, ihre Familien sowie Fachkräfte und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
Für die Umsetzung suchen wir engagierte Einrichtungen und Jugendämter, die die inklusive Weiterentwicklung aktiv mitgestalten möchten. Angesprochen sind insbesondere (teil-)stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und Eingliederungshilfe sowie kooperierende Jugendämter.
Das Projekt bietet die Möglichkeit,
- die eigene Praxis gezielt weiterzuentwickeln,
- neue Ansätze inklusiver Beteiligung zu erproben,
- an konkreten Lösungen für eine integrierte Hilfe- und Leistungsplanung mitzuwirken und
- Teil eines bundesweiten Netzwerks zu werden.
Haben Sie Interesse an einer Beteiligung? Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme!
BVkE: Maja Graeber | 0761 200-766 | maja.graeber@caritas.de
EREV: Dr. Carolyn Hollweg | 0511 390881-21 | c.hollweg@erev.de
Projektträger
Evangelischer Erziehungsverband e.V. (erev)
Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe e.V. (BVkE)
Wissenschaftlich begleitet durch Prof. Dr. Wolfgang Schröer (Universität Hidesheim) und Prof. Dr. Benedikt Hopmann (Universität Bielefeld)
