88-2026

Systemisch-körperorientierte Methoden – weniger reden – mehr fühlen – Selbsterfahrung und kreative Anwendung in der Kinder- und Jugendhilfe

07.10.2026 -
09.10.2026


INHALT UND ZIELSETZUNG
Die systemischen und körperorientierten Ansätze gehören mit zu den kreativsten Methoden innerhalb der psychosozialen Beratung. Auch im pädagogischen Alltag erfreuen sie sich größter Beliebtheit. Gerade wenn wir mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, zu denen wir aus den unterschiedlichsten Gründen rein kognitiv keinen Zugang bekommen, braucht es Ansätze, mit denen wir sie auf einer anderen Ebene erreichen können. Schlechte Erfahrungen, Verletzungen, bis hin zu Traumatisierungen werden niemals rein kognitiv gemacht – sie werden gefühlt. Genauso verhält es sich mit allem, was uns freut, aufbaut und guttut. Nach Auffassung der körperorientierten Psychotherapie kann eine gefühlsmäßig verankerte Erfahrung durch andere »neue« Erfahrungen umgeändert werden, die ebenfalls auf einer gefühlten körperlichen Ebene erfolgen. »Unser Gehirn ist nicht dazu da, sich zu erinnern, sondern Erlebtes in einen neuen Zusammenhang zu stellen.« hat Gerald Hüther, einer der bekanntesten Hirnforscher einmal gesagt. Und genau an diesem Punkt setzen die Inhalte dieses Seminars an. Unser Körpergedächtnis ist eine unerschöpfliche Quelle an Informationen, die unser Denken weit übersteigt. Gefühle können uns wie Straßenschilder durch unser Leben führen und Veränderungen einleiten, wenn wir wieder lernen, sie wahrzunehmen. Nach dem Motto »Einfach ist einfacher – Weniger ist mehr« ist dieses Seminar darauf ausgerichtet, auf Grundlage der systemischen Perspektive neue Wirklichkeitskonstruktionen spürbar zu machen.
Insbesondere in der pädagogischen Arbeit verbringen wir viel mehr an Zeit mit den Kindern und Jugendlichen als die meisten anderen Professionen, und oftmals sind es gerade die kleinen, scheinbar nebenher geschehenden Erfahrungen, die für die Betroffenen den entscheidenden Unterschied in ihrer Erlebenswelt und damit die Chance auf Veränderung ausmachen. Die Teilnehmenden werden in diesem Seminar einen kompakten Einblick in die systemischen und körperorientierten Grundlagen erhalten, die sie auf Basis persönlicher Selbsterfahrung erforschen und reflektieren können. Neben der Vermittlung und der Erprobung zahlreicher kreativer Methoden aus diesen Bereichen werden die Teilnehmenden daraus schöpfend auch individuelle, auf ihren jeweiligen Berufsalltag, angepasste Handlungsoptionen erarbeiten.

METHODIK
Impulsvorträge, Selbsterfahrungseinheiten, Einzel- und Kleingruppenarbeit, Diskussions- und Selbstreflexionsrunden, kollegialer Erfahrungsaustausch, Arbeit mit Fallbeispielen aus der Gruppe, Kreativwerkstatt

ZIELGRUPPE
Alle Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, der Schule und der Eingliederungshilfe, die neben fachlicher Neugier auch die Bereitschaft zur Selbsterfahrung mitbringen.

 

LEITUNG
Silvia Wilde, Köln

ORT
Bildungs- und Tagungshaus
Liborianum
An den Kapuzinern 5-7
33098 Paderborn
☎ 05251 121-3
www.liborianum.de

TEILNAHMEBEITRAG
655,- € für Mitglieder
711,- € für Nichtmitglieder
inkl. Unterkunft und Verpflegung

TEILNEHMERZAHL
15

FORTBILDUNGSZEITEN
Beginn 14.00 Uhr (davor ab 13.00 Uhr Mittagessen)*
Ende 12.30 Uhr (danach gemeinsames Mittagessen)*
* Änderungen vorbehalten


Ihre Ansprechperson beim erev
2025 Platzhalter Melanie
Melanie Grosskopf
Seminarverwaltung
0511 390881-10
m.grosskopf@erev.de
info@erev.de
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