77-2026

Selbstregulation – Navigieren im Arbeits- und Übungsfeld des autonomen Nervensystems

28.09.2026 -
30.09.2026


Kooperationsveranstaltung mit dem DiaCampus

INHALT UND ZIELSETZUNG
Soziale Arbeit ist Arbeit im Feld des autonomen Nervensystems, des eigenen und dem der anderen. Die Fähigkeit mit Belastungen umzugehen, sich emotional zu steuern und regenerieren zu können, hängt stark vom Zustand des autonomen Nervensystems ab. Störungen in diesen Bereichen sind Folgen einer momentanen oder dauerhaften hohen Gefahrenwahrnehmung durch das autonome Nervensystem. Das funktioniert weitgehend unabhängig von Bewusstsein und Denken. Dennoch ist es möglich, bewusst Einfluss zu nehmen. Der Abbau von Erregung sowie Signale der Sicherheit und Zugehörigkeit helfen, in den Regenerationsmodus zu kommen. Selbstregulation ist die Fähigkeit, die Erregung, die durch die Erfüllung oder

Nichterfüllung von Bedürfnissen ausgelöst wird, zu tolerieren und zu einem entspannten Zustand zurückzufinden. Kinder entwickeln diese Fähigkeit erst nach und nach durch Sicherheit vermittelnde und Erregung reduzierende Interaktion mit Bezugspersonen. Auch Erwachsene brauchen den Abbau von Erregung sowie das Erleben von Sicherheit und Zugehörigkeit, um gesund zu bleiben. Selbstfürsorge ist hier zugleich Fürsorge für andere: ein flexibles autonomes Nervensystem wirkt ko-regulierend auf andere und ist zentrale Ressource in der sozialen Arbeit.

Die Teilnehmer:innen
• erhalten praxisorientierte, traumainformierte Informationen zu Funktionsweisen und Zuständen des autonomen Nervensystems
• lernen die Bedeutung des Vagusnervs kennen
• erproben spielerisch Möglichkeiten, das eigene Nervensystem positiv zu beeinflussen
• lernen körperorientierte, traumasensitive Übungen kennen, die den Wechsel von Erregung zur Beruhigung und somit die Selbstregulation unterstützen
• erhalten Informationen zur Bedeutung von Sicherheit und Übung für eine Stärkung des autonomen Nervensystems
• entwickeln in Kleingruppen und im Plenum Ideen zur Übertragung von Erfahrungen und Erkenntnissen in den beruflichen Alltag
• erhalten Anregungen für eine nachhaltige Selbstfürsorge

METHODIK
Theoretische Inputs, Körperübungen (leichte Bewegung, sanfte Dehnung, Atemübungen, Selbstmassage), Erfahrungsaustausch, Reflexion in der Gruppe und Kleingruppen

ZIELGRUPPE
Alle, die ihre Fähigkeit zur Selbst- und Koregulation verbessern wollen und die Bereitschaft zur praktischen Selbsterfahrung und zum Ausprobieren der Übungen mitbringen.

 

LEITUNG
Anja Streiter, Möhnesee

ORT
DiaCampus – Zentrum für
Erwachsenenbildung (ZEB)
Kirchröder Straße 44
30625 Hannover
☎ 0511 5353-284
www.zeb-diacampus.de

TEILNAHMEBEITRAG
655,- € für Mitglieder
711,- € für Nichtmitglieder
inkl. Unterkunft und Verpflegung

TEILNEHMERZAHL
15

FORTBILDUNGSZEITEN
Beginn 14.00 Uhr (davor ab 13.00 Uhr Mittagessen)*
Ende 12.30 Uhr (danach gemeinsames Mittagessen)*
* Änderungen vorbehalten

HINWEIS
Bequeme Kleidung, eine Matte, ein kleines Kissen, warme Socken, ein kleines Symbol (Gegenstand oder Bild) für den eigenen Zugang zu Ruhe und Entspannung mitbringen.


Ihre Ansprechperson beim erev
2025 Platzhalter Melanie
Melanie Grosskopf
Seminarverwaltung
0511 390881-10
m.grosskopf@erev.de
info@erev.de
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