75-2026

In Beziehung kommen mit bindungstraumatisierten Jugendlichen Besondere Herausforderungen mit komplex traumatisierten Jugendlichen in der Jugendhilfe

28.09.2026 -
30.09.2026


INHALT UND ZIELSETZUNG
Komplex traumatisierte Jugendliche stellen für Therapeutinnen und Therapeuten wie Bezugspersonen eine besondere Herausforderung dar, weil die Betroffenen in der Regel unter schweren Bindungsstörungen als Folge ihrer Beziehungstraumatisierungen leiden, die sich im Jugendalter als vielfältige Traumafolge-Symptome manifestieren.
In diesem Seminar geht es zunächst darum, ein umfassendes Verständnis der besonderen emotionalen Befindlichkeit dieser Jugendlichen zu vermitteln. Auf diesem aufbauend sollen dann Mittel und Wege zu einem tragfähigen Beziehungsaufbau und der längerfristigen therapeutischen Begleitung aufgezeigt und eingeübt werden.
Der vorgestellte therapeutische Ansatz basiert auf der personzentrierten therapeutischen Haltung (beispielsweise Wertschätzung, Empathie, Authentizität), bereichert und ergänzt durch Erkenntnisse aus der Bindungsforschung (tragfähige Beziehung anbieten und aufrechterhalten, Nachentwicklung ermöglichen), den Neurowissenschaften (Neurobiologie früher Stressverarbeitung, Psychoedukation) sowie anerkannten Trauma-therapeutischen Grundsätzen und Methoden (Sicherheit gewährleisten, Ressourcen aktivieren, Umgang mit traumabedingten Symptomen, schonende Trauma-Interventionen).
Besondere Berücksichtigung finden schließlich auch Möglichkeiten und Wege der unterstützenden Zusammenarbeit im Helfer:innennetz. Beziehungstraumatisierungen im nahen Umfeld haben immer auch das Potenzial, Behandler:innenund Betreuer:innensysteme zu spalten und so hilfreiche Veränderungen zu torpedieren, was ein angemessenes Kommunizieren und aufeinander abgestimmtes Handeln im weiteren Helfer:innenkreis dringend notwendig macht.

METHODIK
Ziel des Seminars ist es, zunächst Trauma-theoretisches Wissen bezüglich der Entstehungsbedingungen, des Verlaufs und der Folgen von Traumatisierung von Jugendlichen anschaulich zu vermitteln, um dann den Teilnehmerinnen und Teilnehmern – darauf aufbauend – hilfreiche Haltungen und Interventionen mithilfe von Videomaterial und praktischen Übungen nahezubringen.

ZIELGRUPPE
Mitarbeitende in der Kinder- und Jugendhilfe, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutinnen und -therapeuten, Heilpädagoginnen und Heilpädagogen

 

LEITUNG
Heidi Zorzi, Regensburg

ORT
Exerzitienhaus der Diözese
Würzburg Himmelspforten
Mainaustraße 42
97082 Würzburg
☎ 0931 38668000
www.himmelspforten.net

TEILNAHMEBEITRAG
655,- € für Mitglieder
711,- € für Nichtmitglieder
inkl. Unterkunft und Verpflegung

TEILNEHMERZAHL
14

FORTBILDUNGSZEITEN
Beginn 14.00 Uhr (davor ab 13.00 Uhr Mittagessen)*
Ende 12.30 Uhr (danach gemeinsames Mittagessen)*
* Änderungen vorbehalten

HINWEIS
Literatur: »Psychotherapie mit komplex traumatisierten Jugendlichen – Ein integrativer Ansatz für die Praxis« | Klett-Cotta, 2019


Ihre Ansprechperson beim erev
2025 Platzhalter Melanie
Melanie Grosskopf
Seminarverwaltung
0511 390881-10
m.grosskopf@erev.de
info@erev.de
T 0511 390881-0
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