67-2026 | EEV09

»Haltung vor Methode« – Wertschätzung und Achtsamkeitsansätze in der pädagogischen Arbeit

16.09.2026 -
18.09.2026


»Was den Menschen umtreibt, sind nicht Fakten und Daten, sondern Gefühle und Geschichten und vor allem Menschen.« (M. Spitzer, Hirnforscher, 2002)

INHALT UND ZIELSETZUNG
Die Berufsrealität in unserem modernen Versorgungssystem benötigt zunehmend Spezialistinnen und Spezialisten, die auf die Kenntnisse ihrer Grundlagenausbildung aufbauen und sich Methoden aneignen, welche individuell auf ihre Zielgruppe und die einzelnen Klientinnen und Klienten zugeschnitten sind. Alle Methoden jedoch basieren auf einer wesentlichen Grundlage: der authentischen pädagogischen Grundhaltung und einer Bewusstheit der eigenen Wertehaltung im Tun. Die Frage nach der beruflichen (professionellen) Grundhaltung beinhaltet unter anderem die bewusste Auseinandersetzung mit den Begriffen: Macht und Abhängigkeit, Toleranz, Andersartigkeit, Grenzen und Selbstreflexion. Darüber hinaus gewinnen Achtsamkeitsansätze in einer Zeit des Funktionierens, Operationalisierens und Evaluierens eine wesentliche Rolle und sind in ihrer Bedeutung und Wirksamkeit weit mehr als esoterische Verirrungen von (Kuschel) Pädagogen. Sie führen zurück zur eigenen Person und zur eigenen Persönlichkeit im (professionellen) Erziehungs- und Lernprozess. Sie führt auch zu einer verbesserten Selbstwahrnehmung, zur Entschleunigung, zur Freude am Gelingenden und zu einer notwendigen Gelassenheit im Erziehungsalltag.
Nicht zuletzt führt sie zu einer verbesserten Beziehung zwischen den Akteuren im Erziehungsprozess. Diese Fortbildungsveranstaltung ermöglicht Selbsterfahrung.

Inhalte der Fortbildung sind:
• berufliches Selbstverständnis
• zulässige oder unzulässige Macht – Welche Haltung habe ich?
• Welcher Konflikttyp bin ich?
• Authentische Emotionalität in der professionellen Erziehungsarbeit – professionell oder Burnoutfalle?
• Kommunikation: Bedürfnis und Position, Kontrollierter Dialog, Fragetechniken
• Achtsamkeit: Beobachtungsfähigkeit und Sensibilität als Stressprophylaxe und Qualitätskriterien
• Fremdbeobachtung und kollegiale (Fall-)Beratung
• »Reframing« in der praktischen Arbeit

METHODIK
Die Veranstaltung wird als gruppendynamischer Workshop durchgeführt. In theoriegeleiteten Inputs, Kleingruppenarbeit, Rollenspielen, Persönlichkeitstests und Achtsamkeits- und Entspannungsübungen wird anwendbares Handlungswissen vermittelt.

ZIELGRUPPE
Fachkräfte aus den unterschiedlichen Bereichen der Sozialen Arbeit, die Interesse an einer Auseinandersetzung mit sich selbst haben.

LEITUNG
Raik Lößnitz, Erkerode

ORT
Burkardushaus
Tagungszentrum am Dom
Am Bruderhof 1
97070 Würzburg
☎ 0931 38644000
www.burkardushaus.de

TEILNAHMEBEITRAG
665,- € für Mitglieder
711,- € für Nichtmitglieder
inkl. Unterkunft und Verpflegung

TEILNEHMERZAHL
18

FORTBILDUNGSZEITEN
Beginn 14.00 Uhr (davor ab 13.00 Uhr Mittagsimbiss)*
Ende 12.30 Uhr (danach gemeinsames Mittagessen)*
* Änderungen vorbehalten


Ihre Ansprechperson beim erev
Foto DK 2026-03
Dunja Kreutz
Seminarverwaltung
0511 390881-17
d.kreutz@erev.de
info@erev.de
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