102-2026

Genderreflektiertes Arbeiten mit Jungen und Männern – Ein Beitrag zur selbstbestimmten Entfaltung

18.11.2026 -
20.11.2026


INHALT UND ZIELSETZUNG
In dieser praxisorientierten Fortbildung setzen wir uns mit den Auswirkungen patriarchaler Strukturen auf Jungen und Männer auseinander. Basierend auf den Ansätzen von Bell Hooks, Terrence Real und J. J. Bola erarbeiten wir, wie Fachkräfte Jungen und Männer dabei unterstützen können, traditionelle Männlichkeitsnormen in Frage zu stellen und zu überwinden.
Diese Normen der Männlichkeit führen oft zu einer emotionalen Distanz zu sich selbst und anderen sowie einem gesteigerten Kontrollbedürfnis über andere, weshalb Jungen und Männer sowohl in ihrer persönlichen Entwicklung als auch in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen eingeschränkt sind.
Deshalb ist es besonders wichtig, emotionale Offenheit sowie Gleichberechtigung zu fördern und Jungen und Männer zu einer selbstbestimmten und selbstreflektierenden Persönlichkeit zu motivieren.
Erst in der Auseinandersetzung mit Männlichkeitsbildern entsteht die Möglichkeit, neue selbstbestimmte und gleichberechtigte Männlichkeitsbilder und Rollenverständnisse zu entwickeln. Diese basieren auf emotionaler Offenheit, Gleichberechtigung und dem Mut zur Veränderung der eigenen Einstellung zu Männlichkeiten. Dabei wird verdeutlicht, dass patriarchale Strukturen nicht nur Frauen, sondern auch Männer tiefgreifend schädigen und einschränken. Wir erforschen Wege, wie Fachkräfte dabei unterstützen können, patriarchale Strukturen zu erkennen und zu hinterfragen, sowie Möglichkeiten zur Veränderung auszuloten.

Schwerpunkte und Ziele der Fortbildung:
• Kritische Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen und deren Auswirkungen auf Jungen und Männer
• Reflektieren von Rollenzuschreibungen und Rollenerwartungen an Jungen und Männer
• Förderung von Selbstbestimmung, emotionaler Offenheit und pluralen Männlichkeiten
• Praxisorientierte Methoden für genderreflektiertes Arbeiten in der Sozialen Arbeit
• Umgang mit Widerständen und Angst vor Veränderung bei Jungen und Männern
• Reflektieren der Auswirkungen patriarchaler Muster
• Impulse zur Veränderung zu einem offenen, gleichberechtigten Umgang mit Rollenerwartungen und Emotionen
• Rahmen schaffen, um Jungen und Männern die Möglichkeit zu bieten, sich authentisch und frei von traditionellen Geschlechterrollen zu entfalten

METHODIK
Plenum- und Kleingruppenarbeit, praktische Übungen, Impulsvorträge und Theorieinput, Reflexion und Feedback

ZIELGRUPPE
Fachkräfte in der Sozialen Arbeit, Pädagogik, Psychotherapie und verwandten Bereichen

 

LEITUNG
Patrick Becker, München
Jan Pliszewski, Nürnberg

ORT
Exerzitienhaus der Diözese
Würzburg Himmelspforten
Mainaustraße 42
97082 Würzburg
☎ 0931 38668000
www.himmelspforten.net

TEILNAHMEBEITRAG
655,- € für Mitglieder
711,- € für Nichtmitglieder
inkl. Unterkunft und Verpflegung

TEILNEHMERZAHL
18

FORTBILDUNGSZEITEN
Beginn 14.00 Uhr (davor ab 13.00 Uhr Mittagessen)*
Ende 12.30 Uhr (danach gemeinsames Mittagessen)*
* Änderungen vorbehalten


Ihre Ansprechperson beim erev
2025 Platzhalter Melanie
Melanie Grosskopf
Seminarverwaltung
0511 390881-10
m.grosskopf@erev.de
info@erev.de
T 0511 390881-0
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