V06-2027

Das ADHS-Kind verstehen - ein beziehungsorientierter Ansatz

12.01.2027 -
02.02.2027


INHALT UND ZIELSETZUNG
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung gilt als eine der häufigsten psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Immer wieder wird die Frage diskutiert, ob andere Umweltfaktoren die Verhaltensauffälligkeiten auslösen können und welche alternativen Unterstützungsmöglichkeiten es für betroffene Kinder gibt.

Innerhalb der Fortbildung wird einführend eine neue Perspektive auf die ADHS-Erkrankung dargelegt, sodass neben einer Erläuterung des Krankheitsbildes aus medizinischer Sicht auch über eine Zunahme der Diagnosen sowie die Relevanz psychosozialer Ursachenfaktoren gesprochen wird. Im Anschluss werden ein Perspektivwechsel sowie eine veränderte Grundhaltung vorgestellt, indem das auffällige Verhalten der Kinder als sinnhafte Reaktion auf bestimmte Lebensumstände betrachtet wird. In einem weiteren Schritt werden Entstehungsbedingungen von ADHS-Symptomen besprochen, sodass ein Fokus auf der Eltern-Kind-Interaktion sowie unter anderem der Bedeutung von Bindung, Trauma oder Frühgeburt liegt. Abschließend wird die Rolle der Pädagogik im Kontext ADHS als auch beziehungsorientierte Interventionen für die Arbeit mit Eltern und Kind thematisiert.

Die Fortbildung ist in vier Themenabschnitte aufgegliedert:

Thema 1: Eine neue Perspektive auf die ADHS-Erkrankung
Studien zu ADHS, das Krankheitsbild der ADHS-Erkrankung, die Relevanz psychosozialer Faktoren

Thema 2: Die Sinnhaftigkeit des auffälligen kindlichen Verhaltens
Der Perspektivwechsel, das Verhalten der Kinder als sinnhafte Reaktion, die Bedeutung von Entwicklungstraumatisierungen, die Relevanz anderer psychischer Störungen, Ursachen für fehlende Fähigkeit zur Selbstmitteilung, Folgen des fehlenden Verstehens

Thema 3: Entstehungsbedingungen von ADHS-Symptomen
Eltern-Kind-Interaktion und ADHS, Containment, sichere Bindung, psychisch-selbstreflexiver Raum, mögliche Bedrohungen, Störungen des Containments, der sicheren Bindung und der Entwicklung eines psychisch-selbstreflexiven Raumes

Thema 4: Ein beziehungsorientierter Interventionsansatz
Die Rolle der Pädagogik, Selbstreflexion, Situationsanalyse, pädagogische Interventionen in der Arbeit mit Eltern und Kind

METHODIK
Vermittlung theoretischer Informationen, Bearbeitung von Fallbeispielen und Diskussionen im Plenum.

ZIELGRUPPE
Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte, die in pädagogischen Kontexten mit Kindern mit ADHS-Diagnose, Verdacht auf ADHS oder ähnlichen Verhaltensauffälligkeiten tätig sind.

LEITUNG
Julia Maria Hatke, Düsseldorf

TERMINE
1. Termin: Thema 1: 12.01.2027
2. Termin: Thema 2: 19.01.2027
3. Termin: Thema 3: 26.01.2027
4. Termin: Thema 4: 02.02.2027

ORT
ONLINE

TEILNAHMEBEITRAG
250,- € für Mitglieder
350,- € für Nichtmitglieder

TEILNEHMERZAHL
15

FORTBILDUNGSZEITEN
14.00 – 17.30 Uhr je Termin*
* Änderungen vorbehalten

HINWEIS
Die Fortbildung findet über Zoom statt.
Für eine störungsfreie Teilnahme benötigen Sie eine stabile Internetverbindung sowie ein Endgerät (PC oder Laptop) mit Kamera. Empfehlenswert ist die Nutzung eines Headsets mit Mikrofon.


Ihre Ansprechperson beim erev
Foto JW 2026-02
Julia Wilhelm
Seminarverwaltung
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