63-2026

Bindung – Mentalisieren – Vertrauen Entwicklungspsychologische Grundlagen der Gestaltung von professionellen Beziehungen

07.09.2026 -
09.09.2026


INHALT UND ZIELSETZUNG
Bindung, Mentalisieren und (epistemisches) Vertrauen sind als entwicklungspsychologische Konzepte gerade in aller Munde. Während »Bindung« die Beziehung von Bezugspersonen und Kind in den Fokus nimmt, beschreibt »Mentalisieren« den Vorgang der Verinnerlichung dieser Beziehungen und »epistemisches Vertrauen « die Grundlage der Möglichkeit dieser Verinnerlichung.
Alle drei Konzepte können uns helfen, den pädagogischen Umgang mit Betreuten besser zu verstehen und zu reflektieren:
Die Auseinandersetzung mit Bindungsstilen kann unseren Fokus schärfen, wie Betreute sich zu uns in Beziehung setzen, wie wir gewöhnlich darauf reagieren und welche weiteren Optionen der Bezugnahme hilfreich sein können. Die Auseinandersetzung mit der Mentalisierungsfähigkeit gibt uns die Möglichkeit, unseren Blick dafür zu vertiefen, in welcher inneren Situation welche pädagogische Intervention von Betreuten verarbeitet werden kann und wann nicht. Die Auseinandersetzung mit epistemischem Vertrauen erlaubt uns, uns Gedanken darüber zu machen, welche Voraussetzungen es braucht, um eine sichere professionelle Beziehung zu etablieren.
Wir wollen uns in der Fortbildung entsprechend sowohl den entwicklungspsychologischen Konzepten annähern, uns vor allem aber damit beschäftigen, wie diese Ideen in der pädagogischen Praxis Anwendung finden können. Wesentliche Aspekte sind:

• Einführung in pädagogisch relevante Aspekte der drei Entwicklungskonzepte
• Reflexion der pädagogischen Praxis im Hinblick auf die drei Entwicklungskonzepte
Folgende Kompetenzen werden erworben:
• Reflexion der eigenen Haltung im Hinblick auf professionelle Beziehungsgestaltung
• Erweiterung der Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten im Umgang
mit Betreuten

METHODIK
Im Seminar wird eine Auseinandersetzung mit den Konzepten Bindung, Mentalisieren und Vertrauen angeregt. Es werden Grundlagen vermittelt, die eine Einordnung in den Unterstützungsbedarf der Betreuten erleichtern und die Gestaltung einer professionellen Beziehung zum Klientel vertiefen sollen. Es gibt Zeit zum kollegialen Austausch sowie die Möglichkeit, eigene Fragen und Themen einzubringen.

ZIELGRUPPE
Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, die sich im Themenfeld der professionellen Beziehung weiterentwickeln möchten.

 

LEITUNG
Helge Jannink, Hamburg
Dr. Christina Witz, Hamburg

ORT
Katholisch-soziale Akademie
Franz-Hitze-Haus
Kardinal-von-Galen-Ring 50
48149 Münster
☎ 0251 9818-0
www.franz-hitze-haus.de

TEILNAHMEBEITRAG
655,- € für Mitglieder
711,- € für Nichtmitglieder
inkl. Unterkunft und Verpflegung

TEILNEHMERZAHL
15

FORTBILDUNGSZEITEN
Beginn 14.00 Uhr (davor ab 12.15 Uhr Mittagessen)*
Ende 12.30 Uhr (danach gemeinsames Mittagessen)*
* Änderungen vorbehalten


Ihre Ansprechperson beim erev
2025 Platzhalter Melanie
Melanie Grosskopf
Seminarverwaltung
0511 390881-10
m.grosskopf@erev.de
info@erev.de
T 0511 390881-0
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